Die zwei Seiten des Fastens

Ich habe mich von Aschermittwoch bis Ostersonntag 2017 von Facebook fern gehalten – und das sind meine Gedanken nach diesen sechs Wochen:

Als ich meinen Beschluss bekannt gemacht hatte, gab es viel Zustimmung, aber auch leise Kritik: der eigentliche Sinn des Fastens wäre doch, auf etwas zu verzichten und das Ersparte dann Bedürftigen/Armen zu spenden. Meine Antwort damals war doppelt: zum einen hätte Jesus Christus beim 40-tägigen Fasten in der Wüste dann auch nichts den Armen gespendet – zum anderen wäre das vielleicht genau der Schlüssel:

Ich habe viel Aufmerksamkeit gespart, auch einiges an Zeit vermutlich – und ich denke, es war ein großer Schritt vorwärts. Aber – auch das muss gesagt werden – es fehlt schon auch etwas.

Was fehlt, ist weniger dieses ständige Informiertwerden darüber, was andere gerade denken, schreiben, lesen, worüber sie sich freuen oder ärgern. Was fehlt, ist auch nur zum Teil der Informationsstrom gesellschaftlich-politisch-spiritueller Art. Da merkt man dann schon, dass man mit VIEL weniger auskommt, ohne dass einem langweilig wird oder der Stoff ausgeht.

Was aber wirklich fehlt, sind Informationen über Veranstaltungen und Vorhaben – die bekommt man dann einfach im Grunde nicht. Und ohne Facebook wäre in den letzten Monaten einiges nicht auf dem Radar gewesen – und da war sehr Wichtiges dabei.

Jetzt wird es darum gehen, mich innerlich einzustellen und meine Wahrnehmung anders zu kalibrieren.

Experiment gelungen!

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